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  • CAS / EG: 77-90-7 / 201-067-0
  • Chemie: O-acetylierter Citronensäuretributylester, C₂₀H₃₄O₈, rund 402,5 g/mol
  • Form: farblose, leicht viskose Flüssigkeit; Dichte ca. 1,05 g/cm³, Viskosität ca. 43 mPa·s (jeweils 25 °C)
  • Löslichkeit: in Wasser praktisch unlöslich (wenige mg/l), log Kow 4,92; löslich in organischen Lösemitteln, mischbar mit Ölen
    Einstufung (CLP): nach Herstellerangaben nicht als gefährlich eingestuft – verbindlich ist das SDB
  • Gebinde: Flüssigkeit – Gebindegrößen und Mindestmenge nennen wir mit dem Angebot
  • Dokumente: SDB, TDB und Analysenzertifikat (CoA) je Charge

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    Technische Spezifikationen & Funktionsweise

     

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    Acetyltributylcitrat (ATBC) - CAS 77-90-7

    MerkmalWert
    Chemische BezeichnungAcetyltributylcitrat (O-Acetylcitronensäuretributylester)
    IUPAC-NameTributyl-2-acetyloxypropan-1,2,3-tricarboxylat
    SynonymeATBC; Tributylacetylcitrat; Tributyl-O-acetylcitrat; Acetyl tributyl citrate
    CAS-Nummer77-90-7
    EG-Nummer201-067-0
    INCI-BezeichnungACETYL TRIBUTYL CITRATE
    SummenformelC20H34O8
    Molare Masse402,48 g/mol
    SMILESCCCCOC(=O)CC(CC(=O)OCCCC)(C(=O)OCCCC)OC(=O)C
    InChIInChI=1S/C20H34O8/c1-5-8-11-25-17(22)14-20(28-16(4)21,19(24)27-13-10-7-3)15-18(23)26-12-9-6-2/h5-15H2,1-4H3
    InChIKeyQZCLKYGREBVARF-UHFFFAOYSA-N
    PubChem CID6505
    Aussehenfarblose, leicht viskose Flüssigkeit
    Geruchsehr schwach süßlich-krautig bis nahezu geruchlos
    Schmelzpunkt-80 °C
    Siedepunkt331 °C
    Dichte1,05 g/cm³ (25 °C)
    Löslichkeit in Wasser4,5 mg/l (bei 20 °C)
    Löslichkeit (weitere)löslich in organischen Lösemitteln und Alkohol; mischbar mit Ölen
    Dampfdruck133 Pa (bei 173 °C)
    Viskositätca. 43 mPa·s (25 °C)
    Flammpunkt113 °C (geschlossener Tiegel)
    Verteilungskoeffizient (log Kow)4,92
    GHS-Einstufungnicht als gefährlich eingestuft (Selbsteinstufung der Hersteller gemäß SDB; keine harmonisierte Einstufung nach CLP Anhang VI)
    REACH-Statusregistriert (ECHA)
    Lagerklasse (TRGS 510)LGK 10 (brennbare Flüssigkeiten)
    Transport (ADR/RID/IMDG/IATA)kein Gefahrgut nach ADR/RID, IMDG und IATA
    Verfügbare QualitätenSpezifikation laut Technischem Datenblatt; weitere Qualitäten auf Anfrage
    Gehalt / Reinheit (Spezifikation)laut Technischem Datenblatt und Analysenzertifikat der jeweiligen Charge
    Gebindelieferbare Gebinde nennen wir Ihnen mit dem Angebot
    Lagerunggemäß Sicherheitsdatenblatt, Abschnitt 7

    Was ist Acetyltributylcitrat (ATBC)? Herstellung & Eigenschaften

    Acetyltributylcitrat (ATBC, CAS 77-90-7) ist der Tributylester der O-Acetylcitronensäure mit der Summenformel C₂₀H₃₄O₈ und einer molaren Masse von rund 402,5 g/mol. Das Molekül trägt drei Butylestergruppen und eine Acetoxygruppe am zentralen Kohlenstoffatom; eine freie Hydroxygruppe wie in der Citronensäure besitzt es nicht mehr. ATBC zählt zu den Citrat-Weichmachern und ist kein Phthalat.

    Hergestellt wird ATBC in zwei Stufen: Zunächst wird Citronensäure unter Säurekatalyse mit n-Butanol verestert, danach wird die verbliebene Hydroxygruppe mit Essigsäureanhydrid acetyliert. Industrielle Citronensäure wird meist fermentativ gewonnen. Ob der fertige Ester einen biobasierten Kohlenstoffanteil hat, hängt jedoch auch von Butanol und Acetylierungsmittel ab; ausgelobt werden darf er nur mit einem Nachweis für die konkrete Ware.

    ATBC ist eine farblose, leicht viskose Flüssigkeit mit sehr schwachem, süßlich-krautigem Geruch. Sie erstarrt erst um −80 °C, ist in Wasser praktisch unlöslich – die Literatur nennt wenige Milligramm pro Liter –, in organischen Lösemitteln löslich und mit Ölen mischbar. Der Dampfdruck ist sehr gering; unter vermindertem Druck von 1 mmHg siedet ATBC bei 172–174 °C. Diese geringe Flüchtigkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit mit polaren Polymeren ist die Grundlage für den Einsatz als Weichmacher.

    Industrielle Einsatzgebiete von Bernsteinsäure - CAS: 110-15-6

    Acetyltributylcitrat (ATBC) in PVC und Biokunststoffen: flexibel ohne Phthalate

    In Weich-PVC wird ATBC als phthalatfreier Weichmacher verwendet, etwa in Folien, Schläuchen und Kinderartikeln. Auch Celluloseester und Biokunststoffe wie Polymilchsäure (PLA) lassen sich mit ATBC plastifizieren.

    • Wechselwirkung mit der PVC-Kette: Die vier Estergruppen des ATBC treten mit den polaren C–Cl-Bindungen des PVC in Wechselwirkung, während die Butylketten den Abstand zwischen den Polymerketten vergrößern. Die Glasübergangstemperatur sinkt, und das Compound ist bei Raumtemperatur biegsam.
    • Acetylierte Hydroxygruppe: Durch die Acetylierung fehlt die freie OH-Gruppe der Citronensäure. ATBC ist dadurch weniger polar und weniger wasseraffin als nicht acetylierte Citratester – das fördert die Verträglichkeit mit PVC und verringert das Auswaschen durch Wasser.
    • Keine Phthalat-Beschränkung: Als Citronensäureester fällt ATBC nicht unter die Beschränkungen bestimmter Phthalate in Anhang XVII der REACH-Verordnung (Einträge 51 und 52). Für Rezepturen, die ohne Phthalate auskommen sollen, ist ATBC deshalb eine etablierte Option; die Rechtslage Ihres Endprodukts bewerten Sie im Einzelfall.
    • Weichmacher für PLA und Celluloseester: In Polymilchsäure und Celluloseestern senkt ATBC die Glasübergangstemperatur und erhöht die Bruchdehnung. Wie viel Flexibilität erreichbar ist und ab welcher Menge der Weichmacher ausschwitzt, hängt stark von der Rezeptur ab und sollte in Vorversuchen bestimmt werden.

    Acetyltributylcitrat (ATBC) in Lebensmittelverpackungen: Weichmacher für Kontaktfolien

    ATBC wird in Folien und Beschichtungen für Verpackungen eingesetzt; maßgeblich für Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt ist die Unionsliste der VO (EU) Nr. 10/2011 mit ihren Beschränkungen. Für die Konformität des fertigen Packmittels ist der Verarbeiter verantwortlich.

    • Kaum löslich in wässrigen Medien: Mit einer Wasserlöslichkeit von nur wenigen Milligramm pro Liter geht ATBC in wässrige Lebensmittel kaum über. Bei fetthaltigen Lebensmitteln ist die Migration höher, weil ATBC lipophil ist (log Kow 4,92) – Migrationsprüfungen mit Fettsimulanzien sind deshalb unverzichtbar.
    • Sehr schwacher Eigengeruch: ATBC riecht nur sehr schwach süßlich und beeinflusst Geruch und Geschmack verpackter Lebensmittel bei sachgerechter Dosierung kaum. Eine sensorische Prüfung des fertigen Packmittels bleibt dennoch empfehlenswert.
    • Nachweise für den Lebensmittelkontakt: Für Kontaktmaterialien benötigen Sie eine Konformitätserklärung mit Angaben zu Beschränkungen und spezifischen Migrationsgrenzwerten. Ob der Hersteller der angebotenen Ware eine solche Erklärung ausstellt, teilen wir Ihnen mit dem Angebot mit.

    Acetyltributylcitrat (ATBC) in Pharma und Kosmetik: Filmüberzüge und Nagellack

    In der Pharmazie dient ATBC als Weichmacher in Filmüberzügen fester Arzneiformen, in der Kosmetik vor allem als Weichmacher in Nagellacken (INCI: ACETYL TRIBUTYL CITRATE).

    • Bleibt im Überzug: Weil ATBC in Wasser praktisch unlöslich ist, wird es bei Kontakt mit wässrigen Medien nur langsam aus dem Film herausgelöst. Das kann dazu beitragen, dass Überzüge – etwa Retardfilme – ihre mechanischen Eigenschaften während der Freisetzung länger behalten; die Freisetzung selbst ist im Einzelfall zu prüfen.
    • Arzneibuch-Monographien: Für ATBC gibt es Monographien im Europäischen Arzneibuch (Tributylacetylcitrat) und im USP-NF (Acetyltributyl Citrate). Ob eine Qualität mit entsprechender Spezifikation und den Unterlagen für Ihr Zulassungsdossier lieferbar ist, klären wir auf Anfrage.
    • Elastischer Nagellackfilm: Nitrocellulose trocknet ohne Weichmacher zu einem spröden Film. ATBC lagert sich zwischen die Ketten, sodass der Lack den Bewegungen des Nagels folgt und seltener reißt oder abplatzt.

    Häufige Fragen zu Acetyltributylcitrat (ATBC) (CAS 77-90-7)

    Wofür wird ATBC verwendet?

    ATBC (Acetyltributylcitrat) wird als Weichmacher verwendet – vor allem in Weich-PVC für Folien, Schläuche und Kinderartikel, in Celluloseestern und Biokunststoffen wie PLA, in Kunststoffen für den Lebensmittelkontakt, in pharmazeutischen Filmüberzügen und in Nagellacken. Gefragt ist ATBC besonders dort, wo Rezepturen ohne Phthalate auskommen sollen. Welche Einsatzmenge sinnvoll ist, hängt von Polymer und gewünschter Härte ab. Details zu den drei wichtigsten Einsatzgebieten finden Sie in den Branchenabschnitten dieser Seite.

    Ist ATBC ein Phthalat?

    Nein, ATBC ist kein Phthalat, sondern ein Ester der Citronensäure: Es enthält keinen aromatischen Ring und keine Phthalsäure-Einheit. Deshalb gelten die Beschränkungen für bestimmte Phthalate in Anhang XVII der REACH-Verordnung (Einträge 51 und 52) nicht für ATBC. „Phthalatfrei“ beschreibt allerdings nur die chemische Struktur – ob ein Endprodukt mit ATBC alle Anforderungen erfüllt, etwa an Migration oder Spielzeugsicherheit, ist für jede Anwendung gesondert zu prüfen und zu belegen.

    Wie lange ist Bernsteinsäure haltbar (Shelf Life)?

    Bei sachgemäßer Lagerung in Originalgebinden, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, beträgt die Haltbarkeit mindestens 24 Monate ab Produktionsdatum.

    Welche Dokumente werden bei Lieferung bereitgestellt?

    Sie erhalten standardmäßig zu jeder Lieferung ein chargenbezogenes Analysenzertifikat (CoA), das Sicherheitsdatenblatt (SDB) gemäß aktueller REACH-Verordnung sowie auf Wunsch Produktspezifikationen in Form eines Technischen Datenblatts (TDB).

    Welche Synonyme hat Acetyltributylcitrat?

    Acetyltributylcitrat ist unter den Namen ATBC, Tributylacetylcitrat, Tributyl-O-acetylcitrat und Acetyl tributyl citrate bekannt; der IUPAC-Name lautet Tributyl-2-acetyloxypropan-1,2,3-tricarboxylat. Im Europäischen Arzneibuch heißt der Stoff Tributylacetylcitrat, in der INCI-Liste ACETYL TRIBUTYL CITRATE. Eindeutig bezeichnet wird ATBC über CAS 77-90-7 und EG 201-067-0. Mit der CAS-Nummer in Ihrer Anfrage vermeiden Sie Verwechslungen mit nicht acetylierten Citratestern.

    Ist ATBC Gefahrgut und wie sollte es gelagert werden?

    Nein, ATBC wird in den uns bekannten Sicherheitsdatenblättern nicht als Gefahrgut nach ADR/RID, IMDG und IATA geführt. Für die Lagerung ist ATBC als brennbare, nicht als gefährlich eingestufte Flüssigkeit üblicherweise der Lagerklasse 10 nach TRGS 510 zugeordnet. Lagern Sie ATBC in geschlossenen Originalgebinden, trocken und bei Raumtemperatur. Ein Erstarren ist bei üblichen Lagertemperaturen nicht zu erwarten, da für ATBC ein Schmelzpunkt um −80 °C angegeben wird; in der Kälte wird es aber zähflüssiger, was beim Pumpen und Dosieren zu berücksichtigen ist. Flammpunkt, Wassergefährdungsklasse und weitere Hinweise entnehmen Sie den Abschnitten 7, 9 und 14 des SDB.

    Kann ich ATBC als Privatperson bei Jobachem bestellen?

    Nein, mit ATBC richtet sich Jobachem an Unternehmen – zum Beispiel Kunststoffverarbeiter, Hersteller von Verpackungen, Arzneimitteln und Kosmetik sowie Forschungseinrichtungen. Kleinmengen für Hobby oder Haushalt gehören nicht zu unserem Angebot. Für eine Anfrage nennen Sie uns bitte Ihr Unternehmen, die geplante Anwendung und die erwartete Menge; Technisches Datenblatt und Sicherheitsdatenblatt stellen wir Ihnen dann mit dem Angebot zur Verfügung.

    Welche Qualitäten von ATBC gibt es?

    ATBC wird im Handel in technischer Qualität für Kunststoffe und Lacke sowie in Pharmaqualität nach Ph. Eur. bzw. USP-NF angeboten. Für PVC-Compounds und Folien sind vor allem Gehalt, Säurezahl, Wassergehalt und Farbzahl relevant, weil Restsäure und Feuchtigkeit Verarbeitung und Farbe des Endprodukts beeinflussen können. Welche Qualität Jobachem liefern kann und welche Grenzwerte gelten, steht im Technischen Datenblatt; Pharmaqualität und Nachweise für den Lebensmittelkontakt klären wir auf Anfrage.

    Welche Unterlagen erhalte ich zu Acetyltributylcitrat?

    Zu Acetyltributylcitrat erhalten Sie das aktuelle Sicherheitsdatenblatt (SDB) und zu jeder Lieferung ein chargenbezogenes Analysenzertifikat (CoA). Das Technische Datenblatt (TDB) mit Spezifikation schicken wir Ihnen bereits vor der Bestellung, damit Sie ATBC für Ihr Produkt freigeben können. Konformitätserklärungen für den Lebensmittelkontakt, Kosher-Zertifikate oder Arzneibuch-Nachweise hängen davon ab, was der Hersteller bereitstellt; teilen Sie uns deshalb frühzeitig mit, welche Nachweise Ihre Kunden oder Behörden verlangen.

    Bietet Jobachem technische Unterstützung bei der Rezepturanpassung?

    Absolut. Unser technisches Team unterstützt Sie nicht nur bei der Logistik, sondern auch bei der Optimierung Ihrer Formulierungen. Wir helfen Ihnen, die ideale Einsatzkonzentration zu ermitteln, um die Performance Ihres Endprodukts zu maximieren.

    Wie ist ATBC nach GHS/CLP eingestuft?

    ATBC ist nach den Sicherheitsdatenblättern der Hersteller nicht als gefährlich im Sinne der CLP-Verordnung eingestuft; ein Gefahrenpiktogramm oder Signalwort entfällt. Eine harmonisierte Einstufung in Anhang VI der CLP-Verordnung besteht für ATBC nach unserem Kenntnisstand nicht. Verbindlich ist das SDB der gelieferten Charge. Beachten Sie trotzdem die üblichen Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Chemikalien, etwa Schutzbrille und Handschuhe, und sorgen Sie beim Verarbeiten bei hohen Temperaturen für eine Absaugung.

    Ist ATBC nach REACH registriert?

    Ja, ATBC (EG-Nr. 201-067-0) ist bei der ECHA nach REACH registriert. Die Registrierung liegt bei den Herstellern und Importeuren im Europäischen Wirtschaftsraum; welche Registrierungsnummer für Ihre Lieferung gilt, steht im Sicherheitsdatenblatt der gelieferten Ware. Nach unserem Kenntnisstand steht ATBC nicht auf der Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC); prüfen Sie den aktuellen Stand bei der ECHA. Das registrierte Mengenband finden Sie in der ECHA-Infokarte zum Stoff.

    Darf ATBC in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden?

    Ja, grundsätzlich: ATBC ist nach unserem Kenntnisstand als Zusatzstoff in der Unionsliste der VO (EU) Nr. 10/2011 für Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt aufgeführt und darf dann nur unter den dort genannten Bedingungen verwendet werden. Ob Ihr Packmittel konform ist, hängt von Einsatzmenge, Lebensmittelart und Kontaktbedingungen ab und muss durch Migrationsprüfungen belegt werden. Die aktuellen Beschränkungen entnehmen Sie der konsolidierten Fassung der Verordnung. Ob der Hersteller eine Konformitätserklärung für die angebotene Ware ausstellt, klären wir mit Ihrem Angebot.

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    • Qualitätsgarantie: Jede Charge geprüft
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